Sie gelten als gesund und können den Zähnen dennoch schaden: Einige Lebensmittel und Getränke greifen den Zahnschmelz an oder fördern Karies. Was Sie dagegen tun können. Dass Schokolade und Bonbons Karies auslösen können, weiß jeder. Aber auch bestimmte Obst- und Gemüsesorten können die Zähne angreifen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche zahnschädigende Lebensmittel es gibt und was hinter den sogenannten "Spinatzähnen" steckt. Ist Saures so schädlich wie Süßes? Nicht nur süße, sondern auch saure Lebensmittel sind schlecht für die Zähne. Während Süßes ein gefundenes Fressen für Kariesbakterien ist, greift Saures den schützenden Zahnschmelz direkt an. Das wiederum hat die Erosion der Zahnsubstanz zur Folge, und Bakterien haben ein noch leichteres Spiel. Besonders säurehaltige Lebensmittel sind zum Beispiel: Zitrusfrüchte, Kiwi und Ananas, Smoothies, Frucht- und Gemüsesäfte sowie essighaltige Salatsaucen. Auch vermeintlich gesunde Apfelschorle ist für die Zähne nicht gut. Sie wirkt gleichermaßen mit Fruchtzucker und Fruchtsäure auf die Zähne ein. Dieser Effekt ist noch stärker bei stark gezuckerten Limonaden und Cola. Was viele nicht wissen: Auch Wein, insbesondere Weißwein, greift wegen des hohen Säuregehalts die Zähne an. Der Säuregehalt ist aber kein Grund, kein frisches Obst mehr zu essen, denn es liefert dem Körper lebenswichtige Vitamine und Mineralien. Was Sie stattdessen für Ihre Zähne tun können, erfahren Sie weiter unten im Artikel. Stunden, Tage, Wochen: Das passiert, wenn man sich nicht mehr die Zähne putzt Zahnärztin gibt Tipps : Darauf sollten Sie achten, wenn Sie regelmäßig Apfelessig trinken Die Sache mit "Spinatzähnen" Nach dem Verzehr von Spinat oder Mangold berichten viele Menschen von einem kratzigen, sandigen oder kreidigen Belag auf den Zähnen – umgangssprachlich auch "Spinach Teeth" (Spinatzähne) genannt. Grund für dieses Empfinden ist der hohe Gehalt an Oxalsäure in den Gemüsesorten. Oxalsäure verbindet sich mit Kalzium im Speichel und bildet Kalziumoxalat-Kristalle, die sich auf den Zähnen ablagern und die seltsame Textur verursachen. Diese Ablagerungen sind nicht schädigend für den Zahnschmelz, aber spürbar. Wie Sie zahnfreundlich essen Wer seinen Zähnen etwas Gutes tun will, sollte zwei Portionen ungesüßte Milchprodukte pro Tag zu sich nehmen, beispielsweise 150 Gramm Joghurt und 30 Gramm Käse. Sie liefern Kalzium, das den Zahnschmelz stärkt. Käse etwa haftet lange an den Zähnen und überzieht sie mit einer kalziumhaltigen Schutzschicht, die Säure neutralisiert. Reinigend und kräftigend wirken zudem faserreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot und Gemüse und alles andere, das intensiv gekaut werden muss. Und aufgepasst: Häufiges Snacken zwischen den Mahlzeiten kann zahnschädlich sein, weil der Speichel dann keine Chance hat, sich zu regenerieren. Besser ist es, feste Mahlzeiten zu essen und anschließend Wasser zu trinken oder den Mund auszuspülen. Und: mindestens zweimal täglich Zähne putzen.