Raynaud-Syndrom: Welchen Einfluss hat die Ernährung?

Vor allem Kälte und Stress lösen bei Menschen mit Raynaud-Syndrom Anfälle aus. Wärme kann sich lindernd auswirken. Hat auch die Ernährung Einfluss? Wenn bei Kälte oder Stress die Finger oder Zehen anfallsweise weiß werden, steckt in der Regel das Raynaud-Syndrom dahinter. Dabei handelt es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung in einzelnen Körperbereichen, die durch Gefäßkrämpfe ausgelöst wird. Vor allem Wärme wirkt sich oft lindernd auf die Beschwerden aus. Inwiefern das Raynaud-Syndrom durch Ernährung beeinflusst werden kann, ist jedoch größtenteils unklar. Lesen Sie hier, was bekannt ist. Besser meiden: Koffeinhaltige Getränke Sicher scheint, dass der Verzicht auf gefäßverengend wirkende Getränke dabei helfen kann, Raynaud-Anfällen in gewissem Maß vorzubeugen. Dazu zählen insbesondere koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, Cola-Limonaden, Energydrinks sowie schwarzer oder grüner Tee. Wenn Betroffene bemerken, dass solche Getränke Raynaud-Anfälle verstärken oder diese dadurch häufiger auftreten, kann es ratsam sein, von deren Genuss abzusehen oder diesen zumindest zu reduzieren. Raynaud-Syndrom: Welchen Einfluss Kaffee auf die Anfälle hat Wege zur Diagnose: Welcher Test zur Diagnose beiträgt Hausmittel: Welche Maßnahmen beim Raynaud-Syndrom helfen Mögliche Effekte von Nährstoffen und Nahrungsmitteln Ob sich die Beschwerden beim Raynaud-Syndrom durch eine spezielle Ernährung günstig beeinflussen lassen, ist wissenschaftlich nicht gut untersucht. Kleineren Studien zufolge können sich zwar bestimmte Nährstoffe langfristig womöglich positiv auswirken, die Aussagekraft der Ergebnisse ist jedoch gering. Es handelt sich dabei vor allem um Nährstoffe oder Nahrungsmittel, die unter Umständen die Durchblutung in den feinsten Blutgefäßen (den Kapillaren) verbessern, wie beispielsweise Knoblauch, Rote-Bete-Saft oder Omega-3-Fettsäuren. Letztere sind vor allem in fettreichem Seefisch (wie Hering, Makrele, Lachs, Sardine, Sardelle oder Thunfisch) enthalten, die Vorstufen dazu vor allem in Walnüssen, grünem Blattgemüse, Lein-, Raps- oder Walnussöl. Eine mögliche, allerdings nicht sicher belegte Wirkung wird zudem manchen Nahrungsergänzungsmitteln zugesprochen, etwa: Ginkgo biloba Ginseng L-Carnitin Inositol Fazit: Mehr Forschung nötig Wie sich bestimmte Ernährungsweisen auf das Raynaud-Syndrom auswirken, ist kaum untersucht. Um eine sichere Aussage treffen zu können, sind weitere Forschungsarbeiten notwendig. Bekannt ist, dass sich koffeinhaltige Getränke bei Betroffenen mit Raynaud-Syndrom nachteilig auf die Symptome auswirken können. Unklar bleibt, inwiefern und in welchem Ausmaß die Ernährung tatsächlich dazu beitragen kann, Raynaud-Anfälle zu lindern oder der Erkrankung selbst vorzubeugen. Das liegt auch daran, dass die Ursachen der Erkrankung nicht vollständig erforscht sind.