Divertikulitis erkennen: Das sind die typischen Symptome

Während eine Divertikulose eher unauffällig ist, treten bei einer Divertikulitis oft heftigere Symptome auf. Welche sind das und wo zeigen sich diese? Bei einer Divertikulitis haben sich Divertikel im Darm entzündet und rufen schmerzhafte Symptome hervor. Von Darmdivertikeln ist die Rede, wenn sich in der Darmwand kleine Bereiche nach außen stülpen. Dies passiert meist im linken Drittel des Dickdarms (sog. Sigmadivertikulose), kann aber auch im Dünndarm vorkommen (sog. Meckel-Divertikel). Häufig sind Divertikel im Darm harmlos – in etwa acht von zehn Fällen lösen sie keinerlei Beschwerden aus (Fachausdruck: asymptomatische Divertikulose). Gelegentlich machen sie sich jedoch durch Symptome bemerkbar (Fachausdruck: Divertikelkrankheit). Meist handelt es sich dabei um eher allgemeine Darmbeschwerden wie Völlegefühl , Bauchschmerzen , Blähungen, Verstopfung oder vereinzelt auch einmal Durchfall oder Erbrechen . Divertikulitis: Diese Ursachen stecken dahinter Ernährung: Was man bei Divertikulitis essen darf Diagnosewege: Divertikulitis-Symptome bei der Frau erkennen Typische Symptome bei Divertikulitis Erst, wenn sich Divertikel akut oder wiederkehrend entzünden, sprechen Fachleute von einer (Sigma-)Divertikulitis . Dann zeigen sich heftigere Symptome – vor allem leichtes Fieber sowie anhaltende Schmerzen im Unterbauch linksseitig sind typisch. Schmerzen: Unterschiede bei Divertikulitis und Divertikelkrankheit Rückenschmerzen: Sind Sie ein Anzeichen für Divertikulitis? Divertikulitis: Sind Schmerzen beim Sitzen möglich? Die Bauchschmerzen treten in der Regel plötzlich auf und haben einen eher dumpfen Charakter. Sie können jedoch anfallsartig teils sehr stark werden oder auch von Bauchkrämpfen begleitet werden. Beim Abtasten des linken Unterbauchs lässt sich der betroffene Darmbereich oft als schmerzhafte walzenartige Struktur erspüren. Häufig ähneln die Beschwerden bei einer Divertikulitis einer Art Blinddarmentzündung , nur dass die Symptome meist links statt rechts im Bauch auftreten. Eine Divertikulitis kann außerdem mit weiteren Symptomen einhergehen, so etwa mit Verstopfung, Blähungen oder Übelkeit, eher selten mit Erbrechen. Manche Betroffene berichten bei einer Divertikulitis zudem von Symptomen wie Schmerzen beim Wasserlassen oder auch häufigem Wasserlassen in der Nacht, wobei oft Schmerzen in den Unterbauch ausstrahlen. Das kann der Fall sein, wenn die Blase durch angrenzende entzündete Darmbereiche gereizt wird. In schweren Fällen einer Divertikulitis bemerken Betroffene möglicherweise Blut im Stuhl. Divertikelkrankheit und Divertikulitis: Einteilung nach Typen Je nachdem, wie schwer eine Divertikelkrankheit ausgeprägt ist und wie weit sich die Entzündung ausgebreitet hat, lässt sich die Erkrankung in verschiedene Typen unterteilen: Typ 0 (asymptomatische Divertikulose): Es liegen Divertikel im Darm vor, aber ohne Beschwerden zu verursachen. Typ 1 (akute unkomplizierte Divertikulitis): Es sind Divertikel im Darm akut entzündet, die Entzündung beschränkt sich jedoch noch auf die Darmwand. Typ 2 (akute komplizierte Divertikulitis): Die Entzündung ist auf umliegende Regionen übergegangen. Je nach Ausmaß lässt sie sich den Stufen A bis C zuordnen. Typ 3 (chronische Divertikelkrankheit): Bei Typ 3 bestehen entweder anhaltende Beschwerden durch die Divertikel (ohne Komplikationen) oder die Divertikel entzünden sich immer wieder und gehen teils mit Komplikationen wie etwa Eiteransammlungen einher ( chronisch-rezidivierende Divertikulitis mit oder ohne Komplikationen). Typ 4 (Divertikelblutung): Im Verlauf der Divertikelkrankheit kommt es zu (schmerzlosen) Blutungen. Worauf es bei der Behandlung einer Divertikulitis ankommt, erfahren Sie hier .